Drinnen

Friedrich hat das Haus heute nicht verlassen, obwohl er es so sehr probiert hat. Die Welt außerhalb unserer Wohnung flößt ihm eine Heidenangst ein. Die Schule, die anderen Kinder, die ihm bestimmt nur aus Mitleid helfen und die Menschen auf der Straße, all das scheint viel zu viel für ihn zu sein.

Meine Sorge um ihn wird zur Wut. Ich kann ihm kaum in die Augen schauen, so wütend bin ich auf ihn. Und ich frage mich, wie er aus dieser Nummer wieder raus kommen will, wenn er sich zu Hause erst einmal so richtig gemütlich eingerichtet hat. Und was macht es mit seinem Bruder, der dieselbe Krankheit aber noch weniger Symptome hat, ihn so zu sehen?

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