Einmal zu Hause und Schwupps viel zu viel passiert…

Gestern war einer dieser Tage, der einfach viel zu viele Lagen hatte, als dass man ihn im Nachhinein noch irgendwie zusammenbringen könnte. Die Großwetterlage war kalt und grau.

Friedrich ist zu Hause mit einer ordentlichen Erkältung. Seine Laune ist im Keller, denn er wackelt wie ein alter Seemann nach der 36. Kümmelrunde im Silbersack. Das hatten wir jetzt schon öfter. Während einer Krankheit ist die Balance komplett weg. Es macht Angst. Ob es wirklich wieder besser wird und für wie lange. Über die letzten zweieinhalb Jahre haben Friedrichs Symptome deutlich zugenommen. Noch läuft er meistens ohne Stock und ohne Hilfsmittel, an manchen Tagen gleicht sein Gang aber einem Himmelfahrtskommando und ich trichtere ihm ein immer weit weg von der Straße zu warten und sich bitte irgendwo fest zu halten.

Und dann gab es noch diese Lichtblicke und warmen Winde, die diesen Tag irgendwie zu einem guten Tag gemacht haben.

Ich hatte frei. Nachdem ich Friedrich Mittagessenstechnisch versorgt hatte, habe ich endlich eine Geschäftspartnerin aus meiner SAVVY Research Zeit wiedergetroffen. Lisa Dust von Facts und Stories ist einer der inspirierendsten Menschen, die ich kenne. Kein Wunder, dass sie und ihre Geschäftspartnerin so viel Erfolg, seit Ihrer Neugründung in 2016 haben. Und so kam die Idee zustande eine Inspirations-Garage zu starten, in der wir gemeinsam beraten, wie wir Friedreich Ataxie weiter bekannt machen können.

Außerdem haben die beiden schon ordentlich vorgelegt und eine Adventsaktion mit Zahlen die Zählen initiiert, bei denen sie Ihre Geschäftspartner auffordern ihnen Zahlen aus ihrem Alltag zusammen mit der dazugehörigen Geschichte zu schicken.

Und das Beste: Für jede zur Veröffentlichung eingereichte Zahl spendet Facts und Stories 10 € an Viez. e.V., einen Verein, der sich für Menschen mit neurodegenerativer Erkrankung einsetzt (Adventskalender)

Und manchmal, wie an diesem Montag, schwimmt das Glück auch einfach im Gulasch herum. Ernsthaft jetzt. Ich habe nämlich an diesem denkwürdigen Tag das beste Gulasch meines Lebens gekocht. Das Geheimnis ist das Fleisch vorher nicht anzubraten. Dann ist es butterzart.

Und dann habe ich eine Geschichte geschrieben. Über Barbie. Ich wollte sie eigentlich schon lange aufschreiben, weil Barbie mir beim erwachsen werden geholfen hat. Böse Stimmen bezeichnen Barbie ja heute als fiese, oberflächliche Bitch, die nichts als Klamotten und Konsum in ihrem blonden und langmähnigem Köpfchen hat.

Damals bei uns in der 80ern war das natürlich komplett anders. Da hat Barbie noch so richtig die Ärmel hochgekrempelt, zumindest meine. Da waren z.B. meine Demo-Barbie, die Anti-AKW oder Tschernobyl Barbie und meine drei Aktivistinnen – Waldsterben -Saurer-Regen und Ozon-Barbie immer im Einsatz, um die Welt zu retten.

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