Froschpost

Lieber Frosch,

Ich hoffe ich darf Dich hier so nennen. Wir kennen ja beide Deinen richtigen Namen, aber eben nur wir beiden und so soll es ja auch bleiben. Vielleicht erkennst Du Deine Karte wieder, die heute bei mir eingetrudelt ist. Eine von vielen und bestimmt nicht die letzte, wie ich Dich kenne. Du hast wieder ein kleines Stück Alltag mit mir geteilt und das hat mein Herz erfreut.

Dass Du in einem Chor singst, wusste ich noch nicht. Haben wir jemals zusammen gesungen? Ich kann mich jedenfalls nicht an Deine Singstimme erinnern. Ich hoffe Du verzeihst mir das. Ich glaube wir waren zu alt für Kinderlieder und noch nicht sentimental genug für einen Singkreis. Damals haben nur die ganz Harten gesungen, die Pfadis, die Braven und die, denen alles egal war und die nichts mehr zu verlieren hatten. Ich habe es getan bis ich 15 war. Dann habe ich mich von meiner Dauerwelle getrennt und von der Palme auf meinem Hinterkopf und angefangen an meinem Image zu arbeiten. Ich fing an The Cure und Depeche Mode zu hören und konnte nicht mehr zu den Sängerlust-Chören gehen.

Heute ist das anders. Mittlerweile holen wir zu Silvester und in unseren Urlauben die Liederbücher und die Klampfe raus und singen lauthals mit. Ist doch egal, was andere denken. Cool sind wir eh schon lange nicht mehr, wenn wir es überhaupt je waren. Daher hätte ich Euer „Killing me soflty“ in der Chorversion nur allzu gern gehört.

Wir freuen uns übrigens wie verrückt auf Euren Hamburg-Besuch und haben das Wochenende für Euch fest reserviert.

See you soon.
M

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