Jahreswechsel

Seit vielen  Jahren nutze ich die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester um das letzte Jahr Revue passieren zu lassen und mir Vorsätze fürs Neue auszudenken.

Wenn ich mir all die Rückblicke so durchlese braust mein Leben im Schnelldurchlauf an mir vorbei. Spannend, denke ich, noch ein paar Jährchen, dann kann ich meine Memoiren veröffentlichen.

Richtig langweilig sind allerdings meine Vorsätze. Mehr Sport, weniger Arbeit, mehr Zeit mit der Familie, weniger Fast Food. Irgendwie ist es jedes Jahr dasselbe. Mehr Kinder- und Familienzeit stehen immer noch auf meiner Liste, über alle anderen Dinge mache ich mir jedoch keine Gedanken mehr. Ist doch egal, ob der Oberarm schlackert, Hauptsache die Kinder sind gesund.

Gesund per Definition, werden unsere Kinder nicht werden. Sie haben eine genetische Erkrankung, die Friedreich Ataxie heißt und die in allen Zellen ihres Körpers ihr Unwesen treibt. Trotzdem kämpfen wir für die Gesundheit der Jungs. Wir möchten, dass sie mental gesund bleiben. Nicht aufzugeben, auch wenn man weiß, dass die Zukunft ungewisser und beschwerlicher ist, als für andere, gehört wohl dazu. Außerdem jeden Tag Übungen zu machen, damit die Krankheit nur sehr langsam voranschreitet. Ich möchte auch dafür kämpfen, dass Friedrich und Ole, durch das Jahr 2018 gehen und weiterhin normale Dinge tun können: Im Garten Fußball spielen. Geburtstage feiern und Freunde treffen. Urlaub machen. Im Meer baden. Die Schule schaffen. Nicht zu erschöpft  sein. Ins Kino gehen. Die Hände benutzen.

In 2017 haben wir viele Dinge in Angriff genommen, Friedrich und Ole dabei zu helfen. Unsere Freunde unterstützen uns mit Viez e.V. und haben ein Gallileo-Gerät und Tai Chi Unterricht für die beiden finanziert. Jetzt können sie jeden Tag von zu Hause trainieren. Vielen Dank an die besten Freunde der Welt, die Spenden sammeln und Karten schreiben und anrufen und vorbeikommen und für die Jungs und uns da sind.

Mein Vorsatz für 2018: Euch oft genug zu sagen, wie toll Ihr seid!

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