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Geesthacht

Endlich darf ich auch in Geesthacht sein. Ganz kurz nur. Die letzten 1,5 Tage, um genau zu sein. Aber es reicht aus, um alle Therapieräume zu sehen, und Friedrichs neue Freunde Sören und Justus kennen zu lernen und deren Mutter. Und um Friedrich wieder Tischtennis spielen zu sehen. Und um den Therapeuten Abschiedsgeschenke zu machen. Ich bewundere meinen Sohn und meinen Vater. Man muss stark sein, um das hier aushalten zu können. Es ist still. Nicht leise still. Es ist, als würde sich hier die Welt etwas langsamer drehen. Als hätte die äußere Welt hier keine Relevanz. Es hilft, dass es keine Daten und kein Netz gibt. Wann habe ich mit Friedrich zuletzt analoges Fernsehen geschaut?

Es tut weh, so viele kranke Kinder zu sehen. Ich brauche Zeit mit Friedrich alleine und mit mir, um das alles hier zu verarbeiten.

Ich frage mich, ob ich eine gute Mutter bin, aber eigentlich ist das egal.
Viel wichtiger ist, dass ich genug Mutter bin, dass Friedrich glücklich werden kann.

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Sechs minus zwei

Mein Vater hat übernommen und wird in den nächsten drei Wochen bei Friedrich in Geesthacht sein.
Meine Mutter hält hier mit uns in Hamburg die Stellung, versorgt Ole und ermöglicht Ingo und mir arbeiten zu gehen.

An den Wochenenden werden die Geesthachter nach Hamburg kommen und wir werden uns zu sechst oder in unterschiedlichsten Konstellationen eine hoffentlich schöne Zeit machen.

Ich bin sehr gespannt, wie mein Vater und mein Sohn sich zusammenraufen werden. Die beiden sind in unserer Familie nicht unbedingt als Dream Team bekannt, was vielleicht daran liegt, dass die beiden mehr gemeinsam haben, als sie ahnen, aber davon wollen sie natürlich nichts wissen….

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Vier minus zwei

Seit gestern ist Friedrich in der Kur in Geesthacht und sein Vater begleitet ihn, während Ole und ich die Stellung in Hamburg halten. Seit die Jungs weg sind, telefonieren wir ständig. Ich meine STÄNDIG. Ich glaube Ingo und ich haben seit Wochen nicht so oft und viel miteinander gesprochen.