Mit dem Wohnmobil durch Schweden und Norwegen

Wir sind zurück. 20 Tage mit dem Camper Van durch Dänemark, Schweden und Norwegen.

Es war schön. Sehr schön. Aber auch anstrengend so eng aufeinander zu hocken … Aber natürlich geht es noch konkreter:

Schön:

3 Wochen keine Termine, kein frühes Aufstehen und keine schweren Themen

Unsere Freunde, mit denen wir alles geteilt haben. Wein. Chips, Schokolade und Läuse (dazu mehr unter Tiefpunkte der Reise)

Natur. Ich muss unbedingt Bilder teilen. Schweden und Dänemark sind schön. Norwegen ist unglaublich und atemberaubend.

QualityLand. So schön, dass meine ausufernden Beschreibungen, diesen Blogeintrag sprengen würden.
Deshalb gibt es einen Extra-Eintrag hierzu.

Die Jungs haben sich sehr viel bewegt im Urlaub. Ole ist gewandert, Friedrich war sogar manchmal beim Ballspielen das Schweinchen in der Mitte. Das muss man sich erst Mal trauen mit FA. Außerdem hatte ich wirklich das Gefühl, dass sie die Reise genießen und wirklich dabei sein konnten. Es ist einfach das Schönste der Welt die beiden Lachen zu sehen.

Spielen: Die Klassiker eben: TAK, Doppelkopf, Werwolf

Fahren: Auf dem Beifahrersitz sitzen und in die Landschaft glotzen. Berge, Wasserfälle, Seen und Fjorde… Und am zweitschönsten: Selbst fahren. Denn hier gibt es kein Gedrängel und keinen Stress auf Landstraßen und Autobahnen.

Schwimmen: Im Meer und in einigen schwedischen und norwegischen Seen. Die Nasenspitze ganz knapp über der Wasserlinie zu halten und völlig unsportlich hundepaddelnd das Wasser zu Durchflügen ist unbezahlbar.

Schlafen: Unser Freund hat unsere Wohnmobile sehr treffend als Schlaf-Labore bezeichnet. Der Rhythmus, mit dem jeder mit muss: Bis mindestens ein Uhr nachts quatschen, spielen, singen und unschuldige Menschen auf Campingplätzen um ihren Schlaf bringen. Dann gerne noch ein bis zwei Stunden bei Taschenlampenlicht im Wohnmobil das Lesen, wozu man während des Tages nicht gekommen ist.
Dann alle Schotten dicht machen, damit man am nächsten Morgen nicht durch störendes Tageslicht geweckt wird.
Der Wärme- und Schallschutz des Wohnmobils und der sinkende Sauerstoffpegel im Innern während der Nacht garantieren ein außerordentliches und tiefes Schlaferlebnis.
Vor 10 Uhr war mit keinem von uns zu rechnen und der Vorsatz am nächsten Morgen doch endlich mal früher aufbrechen zu wollen, wurde schon nach wenigen Tagen mit höhnischem Gelächter von allen Seiten quittiert.

Die Luft: Es riecht so gut

Der fahrende Tomatenstrauch: Ingo und Ole hatten sich durchgesetzt zwei Tomatenpflanzen mit auf die Reise zu nehmen. Genau eine Tomate kann bald und in kürze geerntet werden. Aber nicht irgendeine Tomate. Die am weitesten gereiste sich noch im Wachstumsprozess befindliche Tomate der Welt.

Nicht schön:

Dauerregen in Bergen

Der Höhepunkt unserer Reise, die Besteigung des Preikestolen war für die Jungs ein Tiefpunkt. Ole mussten wir die fünf Stunden Wanderung ausreden. 700 Meter steil abfallende Klippen und ein wackeliges Gangbild passen nicht zusammen. Friedrich war klar, dass er nicht mitwandern kann. Die Jungs sind mit Ingo Boot gefahren. Ich glaube auch sie hatten Spaß, aber wären natürlich viel lieber dabei gewesen. Und ich habe mich ziemlich alleine gefühlt zwischen den anderen Familien und hatte auch noch ein schlechtes Gewissen… Trotzdem kann ich eine Besteigung auf jeden Fall empfehlen und möchte die Erfahrung nicht missen…

Immer unterwegs: Würde ich das nächste Mal anders zu machen. Wir haben uns meistens nur eine Nacht, manchmal zwei an einem Ort gegönnt. Das nächste Mal würde ich längere Pausen einplanen, vielleicht einmal eine Woche an einem Ort sein.

Harte Arbeit: Stühle rein, Stühle raus, lange Wege zum Spülen und Waschen, Chemie-Klo ausleeren, Kochen unter erschwerten Bedingungen (Hey Leute, es gibt schon wieder Nudeln mit Pesto!) und schon wieder einen Campingplatz aussuchen. Das Camper-Leben ist etwas für Menschen, die sich sonst schwer entspannen können. Ich kann das gut und hätte lieber mehr gefaulenzt und ein drittes Buch gelesen …

Läuse: O-Ton Friedrich: Jetzt haben wir endlich mal etwas ganz normales. Unsere Läuse haben uns durch Skandinavien begleitet und auch vor unseren Freunden nicht halt gemacht. Vor der Haustür im Wohnmobil gab es die Läusemittel-Auffrischung nach 10 Tagen und wir haben ALLES was mit uns auf Reisen war durchgewaschen. 10 Maschinen Wäsche, um genau zu sein…

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